Kreation

Meine künstlerische Arbeit ist kein Gegenpol zu Kommunikation und KI, sondern ihr Resonanzraum.

Hier werden Fragen verhandelt, die sich im strategischen Alltag oft nur andeuten lassen: nach Autorenschaft, Kreativität, Verantwortung und dem Verhältnis von Mensch und Maschine.

Schreiben, Musik und Narration

Ich arbeite als Autor und Songwriter. Schreiben ist für mich weniger Produktion als Denkform – eine Art, Wirklichkeit zu ordnen, Widersprüche auszuhalten und Bedeutung entstehen zu lassen.

Songwriting und Textarbeit verstehe ich als narrative Praxis: Geschichten werden nicht nur erzählt, sondern fühlbar gemacht. Musik, Sprache und Rhythmus schaffen Räume, in denen sich Menschen emotional und intellektuell zugleich bewegen können.

Künstliche Intelligenz ist dabei Teil des Prozesses. Nicht als Ersatz kreativer Arbeit, sondern als Sparringspartner: KI eröffnet Perspektiven, irritiert Routinen und macht sichtbar, wo menschliche Entscheidungen beginnen.


Musical 2026 – Zusammenarbeit mit dem Theater Lahnstein

Gemeinsam mit dem Theater Lahnstein produziere ich 2026 mein erstes abendfüllendes Musical.

Das Projekt versteht sich nicht nur als künstlerische Produktion, sondern als experimenteller Raum: Wie verändert sich Autorenschaft, wenn KI Teil des kreativen Prozesses ist? Welche Verantwortung tragen Menschen, wenn Maschinen mitschreiben, mitkomponieren oder strukturieren?

Die Arbeit am Musical verbindet klassische künstlerische Praxis mit neuen technologischen Möglichkeiten. KI wird bewusst eingesetzt – transparent, reflektiert und eingebettet in einen menschlich geführten Prozess.


KI als kreativer Dialog

In meiner künstlerischen Arbeit interessiert mich weniger das Ergebnis als der Weg dorthin. KI fungiert dabei als Dialogpartner, der Fragen stellt, Vorschläge macht und Widerstände erzeugt.

Dieser Dialog macht sichtbar, was menschliche Kreativität auszeichnet: Intuition, Haltung, Verantwortung und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, die nicht rein funktional sind.

Gerade im künstlerischen Kontext zeigt sich, dass Kreativität nicht automatisierbar ist – aber erweiterbar.


Öffentlichkeit und Verantwortung

Ein Teil meiner künstlerischen Arbeit entstand über viele Jahre unter dem Künstlernamen Dada Peng. Unter diesem Namen wurden Bühnenprogramme, Bücher, Musikprojekte und soziale Initiativen realisiert, die sich mit Leben, Sterben, Endlichkeit und Menschlichkeit auseinandersetzen.

Diese Erfahrungen fließen heute bewusst in meine Arbeit unter einem gemeinsamen Profil ein. Die künstlerische Praxis ist dabei kein abgeschlossener Bereich, sondern Teil einer öffentlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen

Kreation ist für mich kein Rückzug aus der Welt, sondern eine Form der Beteiligung.

Hier verdichten sich Fragen, die auch meine Arbeit in Kommunikation, Moderation und Vorträgen prägen: Wie wollen wir erzählen? Wem schreiben wir zu? Und wie gestalten wir Zusammenarbeit – zwischen Menschen und mit Maschinen?

Human creativity. AI collaboration.